Kanarische Inseln - Vielseitigkeit und ewigen Frühling erleben
Eine Kanaren-Kreuzfahrt ist keine Reise zu sieben ähnlichen Sonneninseln. Sie ist ein täglicher Wechsel der Perspektive: Auf Lanzarote leuchten rote Krater aus schwarzer Lava, auf La Gomera verschluckt ein uralter Lorbeerwald die Geräusche, auf La Palma öffnen sich klare Nachthimmel und auf Teneriffa erhebt sich der Teide weit über die Wolken. Dazwischen liegen lebendige Hafenstädte, natürliche Meeresschwimmbecken, weiße Dörfer und Küsten, die bei jeder Ausfahrt anders aussehen.
Gerade vom Schiff aus entfalten die Inseln ihre besondere Wirkung. Am Morgen liegt eine neue Silhouette am Horizont. Wenig später stehst du zwischen Palmen, Lavagestein oder historischen Häusern – ohne ständig das Hotel wechseln zu müssen. Die kurzen Distanzen zwischen vielen Inseln lassen Raum für intensive Hafentage und bewusste Stunden an Deck.
Die Kanaren sind deshalb mehr als ein sonniges Winterziel. Sie erzählen davon, wie Wind, Wasser, Vulkanismus und menschliche Kreativität aus acht Inseln unverwechselbare Welten geformt haben.
Die Höhepunkte einer Kanaren-Kreuzfahrt
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Landschaften wie aus mehreren Welten
Der Teide, die Feuerberge Lanzarotes und der immergrüne Nebelwald von Garajonay zeigen drei vollkommen verschiedene Gesichter vulkanischer Inseln. Kaum eine Kreuzfahrtregion bietet auf so engem Raum ähnlich starke landschaftliche Kontraste.
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Kultur, die aus der Landschaft wächst
Besonders auf Lanzarote wird sichtbar, wie Architektur und Natur miteinander verschmelzen können. César Manriques Werke, die Weingärten von La Geria und die zurückhaltende Inselarchitektur machen den Landausflug zu einer Begegnung mit einer eigenständigen Gestaltungskultur.
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Der Atlantik als Teil der Reise
Auf den Kanaren ist das Meer nicht nur die Verbindung zwischen den Häfen. Es ist Lebensraum, Aussicht und Bühne zugleich. Vor Teneriffa leben ganzjährig verschiedene Wal- und Delfinarten, während die klaren Höhenlagen von Teneriffa und La Palma außergewöhnliche Bedingungen für die Beobachtung des Sternenhimmels bieten.
Wann ist die beste Zeit für eine Kanaren-Kreuzfahrt?
Die beste Reisezeit hängt auf den Kanaren weniger von einer kurzen Schönwetterperiode ab als von der Frage, wie du die Inseln erleben möchtest. An den Küsten bleiben die Temperaturen über das Jahr vergleichsweise mild. Die langjährigen durchschnittlichen Tageshöchstwerte liegen in Santa Cruz de Tenerife ungefähr zwischen 21 °C im Winter und 29 °C im Hochsommer; auf Lanzarote zeigt sich ein ähnlicher Verlauf. In den Bergen kann es gleichzeitig deutlich kühler, windiger und wechselhafter sein.
Von November bis März beginnt für viele Reisende die klassische Kanarenzeit. Die Inseln bieten eine helle Alternative zum mitteleuropäischen Winter, und die Auswahl an Kreuzfahrtrouten ist besonders groß. Die Hauptsaison der Kreuzfahrten in Las Palmas reicht üblicherweise von Oktober bis April.
Von April bis Juni stehen längere Spaziergänge, Naturerlebnisse und Aussichtspunkte im Mittelpunkt. Die Sonne ist bereits kräftig, doch viele Ausflüge lassen sich angenehmer planen als im Hochsommer. Abhängig von Insel, Höhenlage und vorausgegangenem Niederschlag zeigen sich manche Landschaften überraschend grün.
Im Juli und August gehören natürliche Meeresschwimmbecken, Strände und lange Abende am Wasser stärker zum Reisegefühl. Die östlichen Inseln wirken oft trockener und windiger, während die höheren westlichen Inseln viele unterschiedliche Mikroklimata besitzen.
September und Oktober verbinden sommerliche Küstenmomente mit dem langsamen Beginn der intensiveren Kreuzfahrtsaison. Diese Monate passen gut zu Reisenden, die Badepausen und ausgedehnte Landausflüge miteinander kombinieren möchten.
Empfehlung: Für die erste Kanaren-Kreuzfahrt sind die Monate Oktober bis April besonders interessant, weil viele unterschiedliche Routen angeboten werden. Wer vor allem wandern, Aussichtspunkte besuchen und die Inseln ruhiger erkunden möchte, sollte zusätzlich April, Mai und Juni in Betracht ziehen.
Frühling – draußen statt nur an Deck
Jetzt lohnt es sich, die Inseln zu Fuß zu entdecken: durch Kiefernwälder, über alte Verbindungswege und zu Aussichtspunkten oberhalb der Wolken. Plane lieber eine längere Naturerfahrung als mehrere kurze Fotostopps.
Sommer – Inselrhythmus am Wasser
Im Sommer rücken Küstenorte, Strände und Meeresschwimmbecken in den Mittelpunkt. Ein Hafentag muss dann nicht aus einer großen Rundfahrt bestehen: Marktbesuch, Badestopp und ein spätes Mittagessen ergeben oft die schönere Erinnerung.
Herbst – Geschmack aus schwarzer Erde
Der Herbst passt zu genussvollen Entdeckungen. Auf Lanzarote erzählen die Weingärten von La Geria davon, wie die Bewohner der Insel selbst einer trockenen Vulkanlandschaft Fruchtbarkeit abgewonnen haben.
Winter – Lichtwechsel statt Wintergrau
Die Wintermonate stehen für große Routenauswahl und abwechslungsreiche Hafentage. An einem Tag spazierst du am Stadtstrand entlang, am nächsten blickst du über Vulkankrater oder wanderst durch feuchten Lorbeerwald.
Welche Route sollte ich wählen?
Für eine erste Kanaren-Kreuzfahrt empfiehlt sich eine Route, die mindestens eine östliche und eine westliche Insel verbindet. Lanzarote oder Fuerteventura zeigen die trockene, offene Seite des Archipels. Teneriffa, La Palma oder La Gomera ergänzen grüne Höhenzüge, steile Täler und deutlich stärkere Höhenunterschiede.
Eine klassische Reise mit Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote und La Palma bietet den ausgewogensten Einstieg. Naturfans sollten auf La Gomera oder längere Liegezeiten auf La Palma achten. Wer zusätzlich einen deutlichen landschaftlichen Kontrast erleben möchte, kann eine Kombination aus Kanaren und Madeira wählen. Siebentägige Routen ab Gran Canaria oder Teneriffa sind verbreitet; darüber hinaus gibt es längere Atlantikreisen und Kombinationen mit Madeira.
Entscheidend ist nicht allein die Zahl der Häfen. Prüfe ebenso:
Liegezeiten: Ein voller Tag eröffnet auf Teneriffa oder Gran Canaria deutlich mehr Möglichkeiten als ein kurzer Aufenthalt.
Start- und Zielhafen: Eine zusätzliche Nacht vor oder nach der Kreuzfahrt lohnt sich besonders in Las Palmas oder Santa Cruz.
Seetage: Sie schenken Erholung, reduzieren aber bei einer kurzen Reise die Zahl der Inselerlebnisse.
Inselgröße: Auf Teneriffa und Gran Canaria liegen viele Höhepunkte weit auseinander. La Gomera und La Palma wirken kompakter, besitzen aber kurvenreiche Bergstraßen.
Die typischen Routen auf einer Kanaren-Kreuzfahrt
Von der kontrastreichen Einsteigerreise bis zur stilleren Naturroute: Nicht jede Kanaren-Kreuzfahrt erzählt dieselbe Geschichte.
Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura
Diese Route ist ideal für die erste Reise. Teneriffa bringt große Höhen und vielfältige Landschaften ein, Gran Canaria verbindet Stadtleben mit Stränden und Bergwelt, Lanzarote überrascht mit konsequenter Gestaltung und Fuerteventura mit Strand so weit das Auge reicht. Jeder Hafentag besitzt einen deutlich anderen Charakter.
Die Naturroute durch den Archipel
Lanzarote, Teneriffa, La Palma und La Gomera bilden eine besonders eindrucksvolle Naturkombination. Sie führt von den Feuerbergen Timanfayas über die Hochlagen des Teide bis zu den Vulkanrouten La Palmas und dem Lorbeerwald von Garajonay. Für diese Reise gehören Wanderschuhe, eine windfeste Jacke und Zeit zum bewussten Schauen ins Gepäck.
Zwei Inselwelten im Atlantik
Diese Route ergänzt die kanarischen Vulkaninseln um die grünen Hänge und Gärten Madeiras. Sie eignet sich für Reisende, die gern einen Seetag genießen und unterschiedliche Inselkulturen vergleichen. Viele aktuelle Reisen werden als siebentägige Rundreise ab Las Palmas oder Santa Cruz angeboten.
Welche Stopps lohnen sich besonders?
Der beste Hafentag besteht auf den Kanaren selten aus möglichst vielen Sehenswürdigkeiten. Wähle pro Insel lieber ein großes Erlebnis und einen kleinen persönlichen Moment: den Teide und einen Kaffee in Santa Cruz, Timanfaya und ein Glas Malvasía oder den Nebelwald von La Gomera und einen Spaziergang am Hafen.
Teneriffa – Stadtmorgen, Vulkannachmittag
Teneriffa bietet mehr Möglichkeiten, als ein einzelner Hafentag aufnehmen kann. Du kannst durch Santa Cruz spazieren, den botanischen Palmetum besuchen oder dich für eine große Inselerfahrung entscheiden: den Teide, das Anaga-Gebirge oder die historische Stadt La Laguna. Der Teide ist der höchste Berg Spaniens und Teil des UNESCO-Welterbes. Für bestimmte Gipfelwege sind eine vorherige Reservierung und vorgeschriebene Ausrüstung erforderlich.
Liegeplatz: Kreuzfahrtschiffe nutzen je nach Größe und Belegung unter anderem die Bereiche Muelle Sur und Ribera. Abhängig vom konkreten Liegeplatz gelangst du zu Fuß oder mit einem Shuttle in Richtung Stadtzentrum.
Highlights: Teide-Nationalpark, Anaga-Gebirge, La Laguna, Mercado de Nuestra Señora de África, Palmetum und Plaza de España.
Tipp: Entscheide dich zwischen Teide und Anaga, statt beide Regionen an einem Tag verbinden zu wollen. Für einen kurzen Aufenthalt bietet die Kombination aus Altstadt, Markt und Palmetum ein entspanntes Programm ohne lange Transferzeiten.
Gran Canaria – vom Kai direkt ins Stadtleben
Las Palmas ist einer der angenehmsten Häfen für eine selbstständige Erkundung. Vom Santa-Catalina-Kai sind es nur wenige Schritte in die Stadt. Du kannst am Strand Las Canteras entlangspazieren, durch die Einkaufsstraßen ziehen oder mit Bus beziehungsweise Taxi in die historischen Viertel Vegueta und Triana fahren. Die offizielle Hafeninformation nennt eine Entfernung von rund 390 Metern zum Stadtzentrum.
Liegeplatz: Santa-Catalina-Kai mit zentral gelegenem Kreuzfahrtterminal.
Highlights: Las Canteras, Parque Santa Catalina, Vegueta, Triana, Casa de Colón und Mercado de Vegueta.
Tipp: Bei einem halben Hafentag lohnt sich ein Stadtprogramm. Für Roque Nublo, Bergdörfer oder den Süden der Insel solltest du einen eigenen Ausflug wählen und nicht zusätzlich eine ausführliche Stadtrunde einplanen.
Lanzarote – eine Insel als Gesamtkunstwerk
Lanzarote ist nicht nur wegen Timanfaya besonders. Die Insel zeigt, wie Kunst, Landwirtschaft und Architektur auf eine extreme Landschaft reagieren können. Jameos del Agua, der Kakteengarten, der Mirador del Río und die Fundación César Manrique verbinden die Formen des Vulkangesteins mit bewusster Gestaltung. In La Geria wachsen Reben in Mulden aus Vulkanasche, geschützt durch halbkreisförmige Steinmauern.
Liegeplatz: Je nach Schiff erfolgt der Halt am Kreuzfahrtkai von Naos oder im Bereich Los Mármoles. Das Zentrum liegt ungefähr 1,75 Kilometer vom neueren Kreuzfahrtkai und rund 3 Kilometer von Los Mármoles entfernt; die tatsächlichen Shuttleangebote hängen von Schiff und Liegeplatz ab.
Highlights: Timanfaya, La Geria, Jameos del Agua, Fundación César Manrique, Kakteengarten und Altstadt von Teguise.
Tipp: Kombiniere nicht wahllos möglichst viele Sehenswürdigkeiten. Besonders stimmig sind Timanfaya und La Geria oder Jameos del Agua und Kakteengarten. Letztere liegen laut offizieller Ausflugsinformation etwa 20 bis 25 Fahrminuten vom Hafen entfernt.
La Palma – alte Balkone, junge Erde
Santa Cruz de La Palma empfängt Besucher mit einer kompakten Altstadt, farbigen Fassaden und traditionellen Holzbalkonen. Nur wenige Kilometer entfernt beginnt eine Insel aus tiefen Schluchten, Kiefernwäldern und Vulkanlandschaften. Die bekannte Vulkanroute führt über den Höhenzug Cumbre Vieja bis in den Süden nach Fuencaliente und zeigt Krater, Lavafelder und weite Ausblicke.
Liegeplatz: Kreuzfahrtschiffe legen gewöhnlich am Dique im Hafen von Santa Cruz de La Palma an. Die maritime Station befindet sich unmittelbar am Zugang zur Stadt.
Highlights: Avenida Marítima, Plaza de España, traditionelle Balkone, Caldera de Taburiente, Fuencaliente, Vulkanlandschaften und Roque de los Muchachos.
Tipp: Entscheide dich für eine Himmelsrichtung. Der grüne Norden, die Caldera und der vulkanische Süden liegen über kurvenreiche Straßen auseinander. Für einen kurzen Hafentag ist die Altstadt mit einem nahe gelegenen Aussichtspunkt oft wertvoller als eine gehetzte Inselrundfahrt.
Die häufigsten Fragen zu einer Kanaren-Kreuzfahrt
Welche Kanaren-Route eignet sich am besten für Einsteiger?
Eine einwöchige Route mit Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote und La Palma bietet einen besonders guten Überblick. Sie verbindet große Vulkanlandschaften, lebendige Hafenstädte, karge Ebenen und grüne Bergregionen. Ein zusätzlicher Halt auf La Gomera macht die Reise ruhiger und naturbetonter. Entsprechende Sieben-Tage-Routen werden regelmäßig ab Gran Canaria oder Teneriffa angeboten.
Wie lange dauert eine typische Kanaren-Kreuzfahrt?
Viele klassische Rundreisen dauern sieben Nächte. Dabei werden häufig vier bis sechs Häfen angelaufen. Längere Reisen von zehn bis vierzehn Nächten ergänzen weitere Atlantikziele oder verbinden die Kanaren mit einer Überführungsreise. Für eine erste Reise bietet eine Woche einen guten Kompromiss aus Inselerlebnissen und Erholung.
Für wen eignet sich eine Kanaren-Kreuzfahrt?
Die Region passt zu Paaren, Familien, Alleinreisenden und aktiven Urlaubern. Familien können kurze Stadtausflüge mit Strand- oder Poolbesuchen verbinden. Naturfans finden Vulkane, Wälder und Wanderwege. Kulturinteressierte entdecken historische Stadtviertel, traditionelle Architektur und César Manriques Verbindung von Kunst und Landschaft. Reisende sollten jedoch berücksichtigen, dass viele Naturziele nur über kurvenreiche Straßen und deutliche Höhenunterschiede erreichbar sind.
Kann ich die kanarischen Häfen selbstständig erkunden?
Las Palmas, Santa Cruz de La Palma und San Sebastián de La Gomera lassen sich gut zu Fuß erkunden. Auch in Santa Cruz de Tenerife ist ein Stadtprogramm ohne organisierten Ausflug möglich. Für Timanfaya, den Teide, Garajonay und die Bergregionen Gran Canarias benötigst du dagegen einen Mietwagen, öffentlichen Transfer, ein Taxi oder einen organisierten Ausflug. Prüfe vorab immer den tatsächlichen Liegeplatz und die Rückkehrzeit zum Schiff.
Welche Kleidung gehört auf einer Kanaren-Kreuzfahrt ins Gepäck?
Packe nach dem Zwiebelprinzip. An der Küste reichen häufig leichte Kleidung und Sonnenschutz, während es auf dem Teide, am Roque de los Muchachos oder in den feuchten Wäldern deutlich kühler und windiger sein kann. Sinnvoll sind bequeme Schuhe mit Profil, eine leichte Regen- oder Windjacke, Badesachen, Kopfbedeckung und ein kleiner Tagesrucksack. Für längere Wanderungen und bestimmte Teide-Routen gelten zusätzliche Ausrüstungsanforderungen.
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